Über Barcamps

Das Barcamp-Format

Barcamps, auch „Unkonferenz“ genannt, unterscheiden sich deutlich von klassischen Konferenzen. Während herkömmlich Referenten gebucht werden, gibt es auf Barcamps nur Teilnehmer*innen. Diese stellen am Morgen des Veranstaltungstages spontan ein gemeinsames Programm auf, wobei alle Anwesenden eingebunden werden. In dieser so genannten Sessionplanung werden Vorträge angekündigt, Diskussionen vereinbart und Workshops angeboten. So entwickelt sich ein vielseitiges Programm, das ganz den Wünschen der Teilnehmer*innen entspricht.

Eine Session geht je nach Barcamp zwischen 30 bis 45 Minuten, damit hinterher noch etwas Zeit ist für Diskussionen bzw. den Wechsel in einen anderen Raum für die nächste Session. Für die Session selbst gibt es keine definierte Vorgehensweise. Es ist also vollkommen egal ob man einfach eine Gesprächsrunde macht, Folien vorbereitet hat oder mit FlipCharts oder sonstigem arbeitet. Ihr habt aber nichts vorbereitet? – Macht nichts, herzlich willkommen auf einem Barcamp. Dieses Format lebt von dem Austausch, von den Gesprächen untereinander und fast alle Sessions sind auch genau das – ein Austausch. Eine der wenigen Regeln für ein Barcamp lautet: DU bist das Barcamp

Nehmt also daran teil. Beteiligt euch an den Gesprächen. Wenn ihr einen Blog habt dann schreibt über das Barcamp und nennt auch die Sponsoren (denn nur wegen der Sponsoren kann ein Barcamp so günstig sein). Nutzt Twitter, Facebook oder sonstige Kanäle auf denen ihr unterwegs seid um über das Barcamp zu berichten. Helft mit! Unterstützt bei den Dingen die vor Ort anfallen – egal ob beim CheckIn oder hinterher beim aufräumen. Warum?

DU bist das Barcamp.

Das Konzept stellt dabei alle auf Augenhöhe. Zusammen mit dem aktiven Einbinden aller Personen, entsteht auf diesem Weg ein intensiver Wissensaustausch, es werden neue Ideen generiert, gemeinsame Projekte angestoßen und Kontakte geknüpft.

Die Geschichte der Barcamps

Barcamps entstanden aus den Foocamps des Verlegers Tim O‘Reilly („Foo“ = Friends of O‘Reilly). Diese waren nur mit Einladung besuchbar. Einige Teilnehmer*innen wollten dieses innovative Format allen zugänglich machen und entwickelten die Idee des Barcamps. Das erste fand 2005 in Palo Alto (Kalifornien) statt. Es handelt sich um ein Wortspiel, da „Foo“ und „Bar“ im IT-Umfeld weit verbreitete Platzhalter sind. So wurde aus dem „Foocamp“ das „Barcamp“. 2006 fanden die ersten im deutschsprachigen Raum statt.