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Projekt: „Was tröstet?“

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Am Anfang stand eine Umfrage. Die Düsseldorfer Krankenhausseelsorgerin Doris Taschner fragte im örtlichen St. Vinzenz-Krankenhauss und im benachbarten Marien Hospital Patienten, Pflegende, Ärzte sowie ehrenamtlich Tätige und Angehörige von Patienten: „Was tröstet?“ Dabei kam eine beeindruckende Sammlung von Trostworten und Trostgeschichten zusammen. Daraus ist dann ein Buch geworden, das unter der Leitfrage nach dem Trost mit den gesammelten Texten bekannt macht. Dazu gibt es Abbildung von nicht-gegenständlichen Gemälden und Monotypien der Düsseldorfer Künstlerin Eva Bunker. Bunker setzt die gesammelten Texte sozusagen ins Bild – so elementar wie die Trosttexte, äußerst ästhetisch, äußerst reizvoll und meditativ. „Trost liegt auch oft jenseits der gesprochenen Worte“, so Taschner.

Ihr Buch lädt Leserinnen und Leser auch ein zu fragen, was ihnen in schwierigen Zeiten des Lebens Trost gibt. Taschner sagt: „Als Krankenhauspfarrerin gebe ich nicht nur Trost, sondern ich erfahre immer wieder, um wieviel Trost die meisten Menschen im Krankenhaus selbst schon wissen. So begegne ich im vertraulichen Gespräch einem großen Erfahurngsschatz von Tröstlichem.“

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Erstmals präsentiert wurde das Buch jetzt in der Düsseldorfer Kreuzkirche. Dort gab es dann aus den Texten und den Bildern von „Was tröstet?“ eine Ausstellung. Und die gab dem Kirchraum eine noch deutlichere Kontur als Trostraum, der jede Kirche ja ohnehin schon ist – sind Kirchen doch Räume in die Menschen kommen, wenn ihnen etwas auf dem Herzen liegt, wenn sie einen Moment der Besinnung brauchen, wenn sie sich Zeit nehmen möchten, um Dinge im Leben zu sortieren und Sorgen zu verringern. Da wirkten dann beim Eintritt in die Kirche sofort die großen Papierbahnen, die Texte aus dem Buch präsentierten: „Trost spenden. Zuhören und mit Gesten schweigend mitleiden“ stand zum Beispiel auf einer. Eine andere: „Ich kann nicht tiefer fallen als in Gottes Hand.“

Pfarrerin Doris Taschner ist den Schreiberinnen und Schreibern der Trosttexte dankbar, denn: „Trost ist nicht immer leicht zu finden. Er ist manchmal hart errungen.“ Eine wichtige Erfahrung der Pfarrerin druchzieht das Buch: „Seelsorge ist Geburtshilfe zum Tröstenden.“

Das Buch gibt es für eine Schutzgebühr von zwei Euro plus Versandkosten unter info@evdus.de. Es besteht die Möglichkeit, nach Rücksprache mit der Krankenhauspfarrerin Doris Taschner und der Künstlerin Eva Bunker die Ausstellung zum Buch auch in anderen Kirchen zu zeigen. Beim Tag der Inspiration am 29. Oktober2016 sind in Köln Teile der Ausstellung „Was tröstet?“ zu sehen.

1 Kommentare

  1. Ute Errens sagt

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    mit großen Interesse lesen wir von ihrer Ausstellung.
    Wir eröffnen in diesen Tagen unseren TrostRaum St.Josef Grabeskirche
    und haben auch eine kleine Trostwortsammlung angelegt.
    Wir würden gerne ihre Ausstellung anschauen und evtl. selber einmal ausstellen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ute Errens

    Seelsorgerin an der Grabeskirche:
    Ute Errens
    Büro der Grabeskirche (Mo, Fr)
    02166 / 942592
    Büro St. Marien (Di, Mi, Do)
    02166 / 6230734
    ute.errens@bistum-aachen.de

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