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Projekt: Wort-Ort – Gottesdienst da, wo die Menschen sind

Gottesdienste im Grünen, in einer Einkaufspassage, Gottesdienste auf einem Schiff – das gibt es alles. Meistens sind diese Gottesdienste aber eine Verlagerung binnenkirchlicher Praxis nach außen: Gottesdienste, wo wie wir sie feiern, finden an einem anderen Ort statt. Wir singen unsere Lieder – vielleicht auch ein paar zeitgemäße, ohne Orgel, mit Band. Wir halten eine Predigt. Wir tragen unsere Gebete vor.

Eine neue Herausforderung ist es, einen Gottesdienst so zu denken, dass er nicht nur an einem anderen Ort stattfindet, sondern die Sprache dieses Ortes spricht, die Liturgie dieses Ortes feiert und die Musik dieses Ortes spielt und singt. Das bedeutet, dass eben nicht nur unsere übliche Liturgie, unsere Musik, unsere Art der Verkündigung an einen anderen Ort transportiert wird. Sondern wir gehen den Fragen nach: Welchen Formen, welche Sprache, welche Musik sind dem anderen Ort angemessen, an dem wir Gottesdienst feiern wollen. Diese Fragen können durch Aufnahme der Elemente des Ortes beantwortet werden. Sie können aber auch durch kontrapunktive Elemente eines Gottesdienstes beantwortet werden.
Ein wichtiger Alltagsort für die Menschen von heute ist ein Kaufhaus. Genau dort möchten wir Menschen im Vorübergehen Impulse geben, im Alltag der Frage nach Gott zu begegnen. Dies tun wir, indem wir gottesdienstliche Elemente in den Alltagsort einstreuen.

  • Vier inhaltliche Impulse sind geplant:
  • Wo komme ich her? Wo stehe ich gerade?
  • Was ist kostbar in meinem Leben?
  • Du bist kostbar!
  • Du bist gesegnet!

Folgende Aktionsformen sind geplant:

  • Orientierungstafel oder Touchscreen an Rolltreppen im EG mit der Möglichkeit interaktiver Beteiligung
  • Verkostung hochwertiger Lebensmittel (z. B. Brot und Saft) verbunden mit einem
    Glaubensimpuls (z. B. aufgesteckte Fähnchen)
  • Chorgesang zu jeder halben Stunde von der oberen Etage des Rolltreppenturms aus
  • Angebot zum Mitnehmen von Karten mit Segenswünschen und Giveaways (Ausgänge)

Als Ort für dieses Projekt wurde nach einigen Ortsbesichtigungen ein Kaufhaus in Köln ausgewählt. Der nächste Schritt ist nun ein Gespräch mit der Geschäftsführung.

Ursprünglich war geplant, das Projekt einmal im Mai 2016 auszuprobieren, um es dann beim „Tag der Inspiration“ im Herbst 2016 noch einmal durchzuführen und damit zu präsentieren. Ob eine zweimalige Durchführung möglich ist, wird sich zeigen.