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Projekt: Pilgerweg der Begegnung

Christen mit Migrationsgeschichten aus Europa, Afrika, Lateinamerika und Asien machten sich gemeinsam auf den Weg. Beim Pilgerweg der Begegnung liefen sie gemeinsam durch ihre Stadt, sangen, beteten und zeigten wie vielfältig und multikulturell evangelische Gemeinden aussehen können.

Es gibt viele internationale Gemeinden, die in Kirchen und Gemeindehäusern neben den deutschen Kirchengemeinden ihre Gottesdienste feiern und ein eigenes Gemeindeleben führen. In Duisburg gibt es den internationalen Kirchenkonvent, wo sich Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen Migrantenkirchen treffen und austauschen. Um uns gegenseitig besser kennen zu lernen verabredeten wir uns am Samstag, den 10. September 2016 zu einer gemeinsamen Aktion: Dem Pilgerweg der Begegnung.

Ziel:
Durch das gemeinsame Unterwegs-sein lernten sich die Teilnehmenden der unterschiedlichen Gemeinden kennen. In der Vorbereitung wurden Aufgaben der Organisation und der Durchführung (wie Liederhefte, Gebete, Andacht) verteilt, in der Durchführung singen, beten und laufen alle zusammen. Auf dem gemeinsamen Weg gab es viele Möglichkeiten, gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Durch diese Aktion wurde auch in der Öffentlichkeit sichtbar: Wir gehören als Christen zusammen.

Durchführung in Duisburg:
Wir gingen einen gemeinsamen Weg von Duisburg Wanheimerort bis in Stadtzentrum. Zum Aufbruch trafen wir uns im Evangelischen Gemeinsehaus Wanheimerort, an dem auch ein Grillfest stattfand. Nach einer gemeinsamen Andacht ging es los Richtung Norden. Wir hatten ein Banner mit der Aufschrift „Pilgerweg der Begegnung“ dabei und weitere Schilder wie „Gott ist Liebe“ oder „Einheit in Vielfalt“. Es gab ein Liederheft mit bekannten Songs, die immer wieder auf dem Weg gesungen wurden. Drei weitere Orte standen auf dem Programm: Das Bethesda Krankenhaus, die Pauluskirche im Stadtteil Hochfeld sowie der Platz vor dem Einkaufszentrum „Forum“ in Duisburg City. Für die einzelnen Stationen hatten sich jeweils ein- bis zwei Personen bereit erklärt, eine Andacht zu halten, ein Gebet zu sprechen oder Lieder anzustimmen. So wurde es eine gemeinsame Aktion, die sicher noch weitere Kooperationen nach sich ziehen wird.

„Ich dachte: Wir schreiben Geschichte! Fremdsprachigen Christen laufen in aller Freiheit singend durch die Straßen von Duisburg.“
Pastor José Manuel González, spanische Gemeinde

„Der Pilgerweg war für mich ein großartiges Zeugnis unseres Glaubens an Jesus Christus und unserer Einheit, die wir in ihm teilen, ungeachtet unserer Nationalität, Hintergrund, Hautfarbe, Sprache, Behinderung, Bekenntnis, etc.“
Pastorin Pauline Kimba-Smith, Shiloh United Church

Orga – Tipps:
Der Weg war insgesamt ca. 7 km lang. Von der Andacht am Anfang (ca. 11:00 Uhr) bis zum Abschluss (ca. 16:00) Uhr waren wir fast 5 Stunden unterwegs inkl. Andachten, Gebeten und Pausen.

Wir haben die Strecke vorher gemeinsam besprochen und ein paar Karten dabei, auf denen der Weg eingezeichnet war. Es gab ein Liederheft mit vielen bekannten englischen und deutschen Liedern. Wir wurden begleitet von einem PKW, der genügen Wasserflaschen dabei hatte, die wir an diesem sonnigen Tag gut gebrauchen konnten.

Interessanter Hinweis von Polizei und Ordnungsamt:
Da es sich dabei um eine kirchliche Veranstaltung handelte, brauchten wir keine offizielle Anmeldung oder Begleitung, solange wir auf den Gehwegen unterwegs waren und die Verkehrsregeln beachteten. Lediglich für den Abschluss vor dem Einkaufszentrum hatten wir eine Erlaubnis.

Planen Sie auch einen Pilgerweg?

Sprechen Sie mit den internationalen Gemeinden in ihrer Stadt, in ihrem Kreis. Gibt es auch bei Ihnen einen Internationalen Kirchenkonvent (IKK)? Gibt es in Ihrem Kirchenkreis Beauftragte für die internationalen Gemeinden? Sprechen Sie mit den Vertretern der Gemeinden anderer Sprachen und Herkunft (GaSH) und verabreden Sie sich zu einem gemeinsamen Pilgerweg der Begegnung.

Im GMÖ Westliches Ruhrgebiet können Sie sich auch das Banner „Pilgerweg der Begegnung“ kostenlos ausleihen und weitere Tipps bekommen:

Gemeindedienst für Mission und Ökumene
Claudio Gnypek, Referent
Althofstr. 9, 45468 Mülheim an der Ruhr
Tel: 0208 – 88 22 69 412, gnypek@gmoe.de