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Projekt: Die Gemeinde als Ort einer politischen Kirche entdecken

Dass Kirche auch eine politische Ebene hat, ist für viele klar. Wie aber können Gemeinden dies zum Ausdruck bringen? Beim 1. Netzwerktreffen widmete sich ein Workshop dieser Frage.

 

 

Ausgangssituation

Manchmal ist es einfacher zu formulieren, was man nicht will: Gemeinden sollten sich nicht aus dem gesellschaftlichen Umfeld aussondern und sich auf den eigenen Kirchturm fixieren. Es kann auch nicht darum gehen, allein auf die Repräsentantinnen und Repräsentanten der Kirche und deren politischen Äußerungen zu warten.

Projektidee

Deshalb ist es wichtig, die Gemeinden zu stärken und ihre politischen, gesellschaftsbezogenen Aktivitäten zu fördern. Mit Gemeinden sind hier übrigens einerseits Ortsgemeinden gemeint, darüber hinaus aber auch Gemeinden an besonderen Orten z.B. die Studierendengemeinden an den Universitäten.
Letztendlich kommt es darauf an, als Gemeinde jener „Sauerteig“ zu sein, der in die Gesellschaft hinein wirkt. Das so verstandene konkrete politische Handeln, das im Nahbereich der Gemeinde und nicht auf der großen Bühne geschieht, kann ein Zeugnis für Gott inmitten unserer Gesellschaft sein.

Erste Ideen: Wie kann das funktionieren?

Eine politische Gemeinde braucht zweierlei:

  • Einerseits muss sie aus einer spirituellen Mitte heraus handeln. Nur allzu schnell verliert man sich sonst in gesellschaftlicher Meinungsbildung und ist nur noch eine Interessengruppe unter vielen.
  • Andererseits muss es darum gehen, konkret zu werden. Es reicht nicht, bei allgemeinen Positionierungen zu bleiben. Auch hier gibt es ein klares Negativbild, das der „Proklamationskirche“.

Die Möglichkeiten für Gemeinden, konkret politisch aktiv zu werden sind zahlreich – hier eine erste Sammlung von möglichen Ansätzen:

  • Friedensarbeit mit Jugendlichen, die zu Aktionen aufrufen
  • sich besonders um die Flüchtlinge in dem Gebiet der eigenen Gemeinde kümmern, indem man sie besucht und nach ihren Bedürfnissen fragt
  • politische Aktivitäten mit Gebeten begleitet, so wie das beispielsweise in der Friedensbewegung der Fall war
  • ökologische Themen aufgreifen und in das Gemeindeleben integrieren
  • Angebote für Kinder und Jugendliche in Armut, wie etwa ein offenes Angebot (Café) in benachteiligten Stadtteilen
  • Wichtig ist es dann auch, dass die Aktivitäten nicht nur wenigen Interessierten bekannt sind, sondern im Raum der Gemeindeöffentlichkeit bekannt gemacht werden. Dies kann durch Internetforen geschehen oder auch durch die Gemeindezeitungen.

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